Social-Media-Management ist heute eine der anspruchsvollsten digitalen Aufgaben geworden. Es gab einmal nur Facebook und Twitter, jetzt haben wir es mit Instagram, LinkedIn, TikTok, Threads und noch vielem mehr zu tun. Sich bei jeder Plattform einzeln anzumelden und Inhalte zu posten, kostet dich Stunden. Genau hier werden Social-Media-Management-Tools zum Lebensretter.
Im letzten Jahr haben wir fünf verschiedene Social-Media-Management-Tools getestet. Bei der Arbeit für eine kleine E-Commerce-Marke haben wir jedes dieser Tools mindestens drei Wochen lang mit echten Kampagnen ausprobiert. Hier sind unsere Erfahrungen.
Buffer: Für alle, die Einfachheit suchen
Buffer ist unter den Social-Media-Management-Tools das schlichteste und am einfachsten zu bedienende. Die Oberfläche ist so aufgeräumt, dass du beim ersten Öffnen sofort verstehst, was zu tun ist. Ganz ohne Schulung kannst du in fünf Minuten deinen ersten Beitrag planen.
Wir haben Buffer drei Wochen lang genutzt, um die Social-Media-Konten eines Cafés zu verwalten. Wir haben pro Woche 15 Beiträge geplant, und Buffer hat das wirklich einfacher gemacht. Besonders die Empfehlungen für die besten Veröffentlichungszeiten waren sehr hilfreich. Es hat uns vorgeschlagen, statt am Freitagnachmittag am Mittwochmorgen zu posten, und unsere Interaktionsrate stieg um 30 Prozent.
Der Nachteil von Buffer sind die begrenzten fortgeschrittenen Analysefunktionen. Funktionen wie Konkurrenzanalyse oder Social Listening gibt es nicht. Für kleine Unternehmen und Einzelnutzer reicht es aber mehr als aus.
Hootsuite: Management auf Unternehmensniveau
Hootsuite ist eines der ältesten und umfassendsten Tools der Branche. Du kannst Dutzende Social-Media-Konten über ein einziges Dashboard verwalten. Es ist besonders für große Teams und Agenturen konzipiert.
Eine Bekannte, die in einer Digitalmarketing-Agentur arbeitet, nutzt Hootsuite seit Jahren. Mit ihrem Team verwaltet sie die Konten von mehr als 20 Kunden über ein einziges Dashboard. Freigabeprozesse für Inhalte, rollenbasierte Zugriffsrechte und detailliertes Reporting sind für den Unternehmenseinsatz unverzichtbar geworden.
Allerdings ist die Preisgestaltung von Hootsuite für kleine Unternehmen ziemlich hoch. Auch die Oberfläche kann etwas kompliziert wirken, bei der ersten Nutzung gibt es eine Einarbeitungszeit. Beim Testen haben wir in der ersten Woche eigentlich nur versucht, die Oberfläche zu verstehen.
Later: Visuell orientierte Planung
Later ist speziell für visuell geprägte Plattformen wie Instagram und Pinterest konzipiert. Mit dem Drag-and-drop-Kalender macht es richtig Spaß, visuelle Inhalte zu planen.
Later haben wir für den Instagram-Account einer Modemarke genutzt. Die visuelle Grid-Vorschau war großartig. Du siehst, wie dein Profil aussehen wird, bevor du Beiträge veröffentlichst. Dank dieser Funktion fiel es viel leichter, eine einheitliche Ästhetik zu erreichen. Als die Markeninhaberin diese Funktion sah, hat sie sofort einen Jahresplan abgeschlossen.
Die Schwäche von Later ist, dass es bei textlastigen Plattformen wie Twitter und LinkedIn nicht so stark ist wie andere Tools. Wenn du dich aber auf Instagram konzentrierst, kann ich es dir nur wärmstens empfehlen.