SEO, also Suchmaschinenoptimierung, ist der Schlüssel zur Sichtbarkeit in der digitalen Welt. Du kannst eine großartige Website haben, aber wenn sie bei Google nicht zu finden ist, sieht dich niemand. SEO-Tools sind unverzichtbar, um diese Sichtbarkeit zu steigern, und auf dem Markt gibt es Dutzende Optionen. Wir haben die drei beliebtesten Tools monatelang in unseren eigenen Projekten getestet.
In diesem Beitrag vergleichen wir Ahrefs, Semrush und Surfer SEO anhand unserer echten Erfahrungen. Wir erklären dir für jedes den Preis, die Funktionen und vor allem, wie gut es in der Praxis funktioniert.
Ahrefs: Der König der Backlink-Analyse
Ahrefs gehört zu den angesehensten Tools der SEO-Welt und ist besonders bei der Backlink-Analyse unangefochten führend. Du siehst, von welchen Websites Links auf deine Seite zeigen, das Linkprofil deiner Konkurrenten und Möglichkeiten für den Linkaufbau.
Als wir Ahrefs für unsere eigene Website genutzt haben, war das Erste, was wir entdeckt haben, woher unsere Konkurrenten ihre Links bekommen. Wir haben die Konkurrenzseite in den Site Explorer eingegeben und Hunderte Backlink-Quellen gesehen. Viele dieser Quellen waren Seiten, bei denen auch wir uns melden konnten. Mit diesem Wissen haben wir im ersten Monat 15 neue Backlinks gewonnen, und unser organischer Traffic stieg um 40 Prozent.
Auch das Keyword-Recherche-Tool ist sehr stark. Wenn du ein Wort eingibst, bekommst du verwandte Keyword-Vorschläge, Suchvolumen, Schwierigkeitsgrad und eine SERP-Analyse. Unseren Redaktionsplan erstellen wir komplett auf Basis der Ahrefs-Daten. Wir zielen auf Keywords mit geringer Schwierigkeit, aber ausreichendem Suchvolumen.
Ein Kunde von uns betrieb einen Onlineshop, und wir haben die SEO-Arbeit mit Ahrefs begonnen. Dank der Konkurrenzanalyse haben wir über 200 Keywords identifiziert, bei denen die Konkurrenten rankten, unser Kunde aber nicht. Für diese Keywords haben wir eine Content-Strategie aufgebaut, und der organische Traffic hat sich in sechs Monaten verdreifacht.
Der Nachteil von Ahrefs ist der Preis. Ab 99 Dollar im Monat ist er für kleine Unternehmen hoch. Wenn du aber ernsthaft SEO betreibst, bekommst du die Investition mehr als zurück.
Semrush: Die All-in-One-SEO-Plattform
Semrush positioniert sich als All-in-One-Plattform für digitales Marketing. Es bietet SEO-, PPC-, Social-Media- und Content-Marketing-Tools unter einem Dach.
Wir fanden Semrush besonders nützlich für technische SEO-Audits. Die Funktion Site Audit crawlt deine Website und erkennt Hunderte technische Fehler. Defekte Links, langsame Seiten, fehlende Meta-Beschreibungen, doppelte Inhalte – all diese Probleme siehst du mit einem Klick. Auf der Website eines Kunden haben wir 347 technische Fehler gefunden, und nach ihrer Behebung stieg die Seitengeschwindigkeit um 60 Prozent.
Auch das Positions-Tracking ist sehr wertvoll. Du kannst dein Google-Ranking bei jedem deiner Ziel-Keywords täglich verfolgen. Fällt ein Keyword plötzlich ab, erfährst du es sofort und kannst eingreifen.
Ein befreundeter SEO-Experte nutzt sowohl Ahrefs als auch Semrush. Für die Backlink-Analyse bevorzugt er Ahrefs, für technische Audits und Reporting Semrush. Die Kombination beider ergebe einen perfekten SEO-Workflow, sagt er.
Die Schwäche von Semrush ist, dass die Oberfläche etwas überladen ist. Beim ersten Einstieg können dich Dutzende Menüs und Funktionen überfordern. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran.